Chronik

Aller Anfang ist schwer……….

 

Tischtennis in Michelbach wurde bereits 1938 im Wirtshaus Sixel gespielt. Doch der eigentliche Spielbetrieb begann 1948, als Erich Michel aus englischer Kriegsgefangenschaft nach Hause kam. Die erste Tischtennisplatte wurde aus Tannenbrettern gebaut und im Gemeindehaus aufgestellt. Dem damaligen Bürgermeister, Rudolf Rodenbusch, war dies ein Dorn im Auge. Als das Gemeindehaus dann zu Flüchtlingswohnungen umgebaut wurde, hat man die Platte an den damaligen weltoffenen Pastor Nikolay nach Biebern verkauft. Dort wurde die Tischtennisplatte im Jugendheim aufgebaut und konnte auch von den Michelbachern mitbenutzt werden.

 

Mit dem neuen Schullehrer, Hermann Krüger, der 1953 aus Ingelheim mit seinem Motorrad einer NSU Fox nach Michelbach kam, wurde das Tischtennisspielen wieder aufgenommen. Eine erste neue Tischtennisplatte wurde zusammengeleimt. In den Schulferien wurden die Schulbänke im Schulsaal zur Seite gerückt und Tischtennis gespielt. Dies ging solange gut, bis Bürgermeister Rodenbusch durch Informanten vom Spielbetrieb erfuhr. Wutentbrannt kam er in den Schulsaal und untersagte den Spielbetrieb.

 

Zwischenzeitlich wurde Bürgermeister Rodenbusch durch seinen Nachfolger Hugo Wendling abgelöst. Auch er war dem Tischtennissport nicht wohl gesonnen und verbot den Spielbetrieb auf dem Gemeindehaus. Jetzt war guter Rat teuer. Sportkamerad Krüger hatte die Idee, man könne doch die Platte im Schulkeller aufstellen. Mit vereinten Kräften wurde der Schulkeller für den Spielbetrieb hergerichtet. Die Räumlichkeiten wurden gereinigt, Wände neu gestrichen und Stromkabel für Licht verlegt. Als dann die Platte in den Keller sollte, stellte man fest, dass sie zu groß war und nicht durch die Tür passte. Auch hier wusste man sich zu helfen: Die beiden Hälften wurden hinter dem Netz um ca. 30 cm gekürzt und im Keller wieder zusammengeschraubt. So wurde die erste vierteilige Tischtennisplatte im Hunsrück in Michelbach aufgestellt. Bei starkem Regen stand das Wasser auf dem Fußboden und musste bei jedem Spiel aufgewischt werden. Endlich konnte man ungehindert dem Tischtennissport nachgehen und ein reger Spielbetrieb fand im Schulkeller statt.

 

Man fing an, sich nach anderen Mannschaften umzuhören und so kam es zum ersten großen Spiel gegen die Mannschaft aus Kludenbach. Auch gegen Bell wurden Spiele arrangiert, die jedoch alle verloren wurden. Danach ging es aber bergauf und am 1.3.1954 wurde der TTC Michelbach von 15 Gründern ins Leben gerufen. Gründungsort war die Küche an Schusterfranze (Familie Brück). Als Vereinslokal wurde das Gasthaus Sixel in Michelbach bestimmt.

 

 

1.Vereinswappen

 

1. Spiellokal

 

Die Gründungsmitglieder waren:
Friedel Berg, Gerhard Berg, Gerhard Brück, Willi Knebel, Hermann Krüger, Werner Ludwig, Erich Ludwig, Manfred Lauderbach, Erich Michel, Kurt Peuter, Willi Sixel, Hans Scherer, Gerhard Scherer, Willi Straßburger und Dieter Weißhaupt.
Der erste Vorstand des TTC Michelbach setzte sich wie folgt zusammen:
1.Vorsitzender Willi Knebel
Kassierer Werner Ludwig
Schriftführer Hermann Krüger

 

Durch die erfahrenen Spieler Erich Michel, Hermann Krüger und Gerhard Brück in Gefolgschaft von fleißig trainierenden jungen Nachwuchsspielern gab es in den ersten 10 Jahren fast nur Erfolge. Direkt im ersten Jahr des offiziellen Spielbetriebes gelang auf Anhieb die Kreismeisterschaft in der Staffel 2! Die Urkunde für diesen Erfolg wurde am 9.September auf dem Bezirkstag des Tischtennisbezirkes Kreuznach verliehen.

 

(Meisterschaftgsball 1955)

 

Die Siegermannschaft setzte sich wie folgt zusammen: Hermann Krüger, Erich Michel, Gerhard Brück, Werner Ludwig, Harald Michel und Erich Ludwig. Es folgten jährlich Aufstiege bis in die 2. Rheinlandliga im Jahre 1958. 1964 konnte man den Abstieg in die Bezirksklasse, durch den Vereinswechsel des Sportkameraden Gerhard Bauer, nicht verhindern. Im darauf folgenden Spieljahr schaffte man aber den direkten Wiederaufstieg in die 2. Rheinlandliga.

 

Leider fiel dann 1966 Harald Michel durch einen Unfall für längere Zeit aus. Diesen Ausfall konnte die Mannschaft nicht verkraften und man stieg nach und nach bis in die 1. Kreisklasse ab.

 

Nach der Genesung von Harald Michel hat man 1970 wieder den Aufstieg in die neu gegründete Bezirksliga geschafft. Es wurde zu dieser Zeit noch in Vierermannschaften gespielt. Die damalige 1. Mannschaft war mit Harald Michel, Werner Rech, Gerhard Brück und Hermann Krüger besetzt. Den Vereinswechsel von Werner Rech konnte man nicht kompensieren. 1972 folgte der Abstieg in die Bezirksklasse.

 

In den darauf folgenden Jahren wurden immer wieder Anstrengungen unternommen um wieder aufzusteigen. Es wurden über viele Jahre immer wieder gute vordere Tabellenplätze in der Bezirksklasse erreicht. Der ersehnte Aufstieg in die Bezirksliga blieb jedoch verwehrt.

 

Über die Jahre hinweg wuchs natürlich auch die Konkurrenz im Tischtennis und es wurde für die 1. Herrenmannschaft immer schwieriger sich in der damaligen Bezirksklasse zu halten. In der Spielzeit 1992/1993 belegte man dann nur noch den letzten Tabellenplatz und so musste man nach 22 Jahren Klassenzugehörigkeit in die Kreisliga absteigen. Während dieser Zeit spielten in der 1. Herrenmannschaft Bernhard Donsbach, Harald Michel, Gerhard Brück, Rolf Wagner, Heinz Brück, Dietmar Walber, Axel Michel und Reiner Knebel um nur einige zu nennen.

 

Ende der 60ziger – Anfang der 70ziger Jahre hat man mehr in die Nachwuchsarbeit investiert. So konnte man doch immer wieder eine oder mehrere Nachwuchsmannschaften im Schüler- und Jugendbereich am Meisterschaftsspielbetrieb teilnehmen lassen. 1975 wurde die erste Mädchenmannschaft und 1979 sogar die erste Damenmannschaft zu Meisterschaftsspielen angemeldet. Die Mädchenmannschaft bzw. spätere Damenmannschaft ging mit Heike Golawsky, Margit Hammen, Heidi Osthushenrich, Birgit Sixel und Heike Ludwig ins Rennen. Sigrid Gewehr aus Bell kam dann noch als Verstärkung hinzu. Eines der erfolgreichsten Jahre im Nachwuchsbereich war die Spielzeit 1977/1978. Die Mädchenmannschaft und die gemischte Jugendmannschaft (Heike Golawsky, Helmut Golawsky und Axel Michel) konnten mehrfach Mannschaftsmeisterschaften und Pokalsiege auf Kreis- sowie Bezirksebene erringen.

 

In den letzten Jahren spielte die Damenmannschaft am erfolgreichsten.
Zahlreiche Meisterschaften konnten errungen werden. In der erfolgreichen 1.Damenmannschaft spielen bis heute Kerstin Keichel, Heike Hammen geb. Golawsky, Sonja Eich-Ludwig und Andrea Brück.

 

Diese Mannschaft ist zur Zeit in der 3. Rheinlandliga vertreten. Nach zahlreichen Ab- und Aufstiegen konnte sie sich doch länger in dieser Spielklasse halten. Inzwischen wurde eine 2. Damenmannschaft (Miriam Wendling, Katrin Brück, Lisa Brück, Jenny Reinartz) in der Kreisliga gemeldet. Diese Mannschaft wurde schon als Mädchenmannschaft mehrfach Kreismeister und spielte sich auch als Damenmannschaft in der Kreisliga nach und nach auf die vorderen Tabellenplätze.

 

Auch bei den Herren konnten, durch intensive Jugendarbeit, immer mehr Mannschaften gemeldet werden. So hatte man teilweise bis zu 6 Mannschaften in verschiedenen Klassen gemeldet.

 

Nicht nur der TTC Michelbach feiert ein Jubiläum sondern auch unsere Theatergruppe, das Michelbacher Landtheater. 1994 wurde das Michelbacher Landtheater ins Leben gerufen und feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Bühnenjubiläum. Jahr für Jahr begeistern unsere Schauspieler mit humorvollen Stücken zum Kirmesauftakt unser Publikum. Mittlerweile sind sie ein wichtiger Bestandteil unseres Vereinslebens geworden.

 

1998 wurde eine Gymnastikabteilung gegründet. Seit dem wird regelmäßig auf dem Gemeindehaus Michelbach geturnt. Seit 2 Jahren hat sich diese Turngruppe zu einer Tanzgruppe erweitert, die unter der Leitung von Andrea Peuter jährlich an der Kirmes ihr Können zum Besten gibt.

 

1999 konnte man seinen aktiven Mitgliedern etwas ganz besonderes bieten. Aufgrund zahlreicher Besuche von Bundesligaspielen beim TTC Grenzau gewann man den Wettbewerb Zuschauerhochburg des TTC Grenzaus. Der 1. Preis war ein Trainigsabend unter der Mitwirkung von 2 Tischtennisprofis aus dem aktuellen Bundesligakader. Es wurden die Spieler Steffen Fetzner und Petr Korbel nach Kastellaun geschickt. Dies war ein unvergessenes Erlebnis für unsere Akteure und ganz besonders für unsere Nachwuchsspieler.

 

 

Im Nachwuchsbereich wurde es durch das große Freizeitangebot immer schwieriger Jugendliche für den Tischtennissport zu begeistern. Deshalb entschloss man sich 2001 eine Jugendspielgemeinschaft mit dem TV Kümbdchen/Keidelheim einzugehen, da diese ähnliche Probleme hatten. Diese Jugendspielgemeinschaft wurde jedoch nach nur einem Jahr wieder aufgelöst.

 

 

Jubiläumsfeier 40 Jahre TTC 1994

 


Das Jahr 2002 brachte eine entscheidende Veränderung im Spielbetrieb. Man gründete eine Spielgemeinschaft mit dem TTC Reich für den gesamten Spielbetrieb. Man versprach sich davon, wieder an alte Erfolge anknüpfen zu können. Die Spielgemeinschaft wird unter dem Namen SG Reich/Michelbach geführt.

 

Im ersten Jahr der SG schaffte die Schülermannschaft direkt den Staffelsieg in ihrer Spielklasse und die 1. Herrenmannschaft verpasste nur knapp den Aufstieg in die 3. Rheinlandliga. Die Gründung dieser Spielgemeinschaft hat sich auf jeden Fall gelohnt und die Mannschaften, die jetzt aus Reichern und Michelbachern bestehen, verstehen sich prima.
In der 1. Saison 2002/2003 nahmen sechs Herrenmannschaften, drei Damenmannschaften, eine Schülermannschaft, eine Mädchenmannschaft am laufenden Spielbetrieb teil.
Für die neue Saison 2004/2005 gehen fünf Herrenmannschaften, zwei Damenmannschaften, eine Altherrenmannschaft, eine Jugendmannschaft und eine Schülermannschaft auf Punktejagd.

 

Der heutige Spielbetrieb findet nicht mehr ausschließlich, wie zu den Anfangsjahren, auf dem Gemeindehaus in Michelbach statt. In der Grundschulturnhalle Kastellaun und in der Biebertalhalle in Reich gehen die einzelnen Mannschaften auf Punktejagd. Lediglich die Schülermannschaft und unsere jüngsten Spieler, die Bambinigruppe tragen noch ihre Meisterschaftsspiele auf dem Gemeindehaus aus.

 

Die Michelbacher Kirmes ist unser alljährlicher Höhepunkt. Seit nunmehr 30 Jahren ist der TTC Michelbach der Ausrichter. In den ersten Jahren fand lediglich eine Fresskirmes statt. Seit unserem 25-jährigen Vereinsjubiläum im Jahre 1979 findet die Kirmes in Michelbach in der jetzigen Form statt. 1994 feierte man das 40-jährige Vereinsjubiläum mit zahlreichen Ehrungen langjähriger Vereinsmitglieder.

 

 

Stickelscher aus dem Vereinsleben

Heimspiel oder Auswärtsspiel

 

1. Das war an diesem Abend die Frage. Unsere Herrenmannschaft startete um ca. 18.15 Uhr in Michelbach zum Auswärtsspiel nach Laufersweiler. Dort angekommen fand man eine dunkle Halle und keinen einzigen Tischtennisspieler vor. Nach mehreren Telefonaten konnte man nur davon ausgehen, das Spiel musste in Kastellaun sein. Also begab man sich auf die Rückreise gen Kastellaun. In Höhe Blümlingshof gab es per Handy die Anweisung, die Mannschaft von Laufersweiler sei nach Hause unterwegs. Also drehte man postwendend um und begab sich zum 2. mal nach Laufersweiler. Wieder dort angekommen konnte ein Einheimischer Order geben, die Mannschaft wäre wieder nach Kastellaun unterwegs. Sofort setzte man sich wieder ins Auto und konnte inzwischen jemanden in der Kastellauner Sporthalle per Telefon erreichen und die Anweisung geben, die Mannschaft aus Laufersweiler auf jeden Fall in der Halle festzuhalten, man sei wieder Richtung Kastellaun unterwegs. Kaum zu Glauben aber wahr, dass Spiel konnte schließlich und endlich um 20.30 Uhr in Kastellaun beginnen.

 

Einsatz zu jeder Zeit

 

2. bewies unser Mannschaftsführer bei der Spielverlegung. Als er nach dem Training und ein paar Bier zu Hause angekommen war, lag eine Telefonnotiz vor mit dem Vermerk: „Spiel am Samstag abgesagt, bitte Rückruf wegen neuer Terminvereinbarung !“. Man musste aus Termingründen also schnell handeln, wollte man das Spiel doch auf keinen Fall nachverlegen. Der Mannschaftsführer waltete seines Amtes und begann den ersten Spieler sofort zu verständigen. Er stieß am Telefon auf dessen Frau und leichtes Unverständnis, ja sogar Ablehnung. Ob dies damit zu tun hatte, dass es so ca. 3.30 Uhr ( in der Nacht !! ) war ???
Nun war das Hauptproblem aber immer noch nicht gelöst und man musste einen neuen Lösungsweg einschlagen, also musste der Vereinspräsident auch noch ans Telefon, da eine Halle benötigt wurde. Dem Anrufbeantworter sei Dank, dieser rettete unserem Präsidenten die Nachtruhe.

 

Hatte man da nicht was vergessen

 

3. als unsere Damenmannschaft auf dem Weg zum Heimspiel nach Kastellaun startete???
Nein, was sollte schon fehlen, Spielerbögen waren da, Schläger hatte man auch eingepackt, Hallenschlüssel war auch da, Schuhe und Getränke ebenfalls vorhanden. Man war bereits ganz in Gedanken auf das bevorstehende Spiel. Doch plötzlich gab es kurz vor Alterkülz eine Vollbremsung. Na sicher hatte man was vergessen, nämlich eine Spielkameradin zu Hause abzuholen und nach Kastellaun mitzunehmen. Diese Begebenheit war kein Einzelfall, die Fahrerin schaffte es bis heute auf ganze 3 Wiederholungen.

 

Der Ball machte so manche Reinigungsphasen durch

 

4. Als noch im Gemeindehaus in Michelbach die Heimspiele ausgetragen wurden, stand doch in einer Ecke des Saales ein netter kleiner Ofen, welcher mit Heizöl betrieben wurde. So klein er auch war, der Ball landete fast immer im unteren Schutzblech des Ofens, in dem sich immer ein paar Heizölreste ansammelten. Nach dem Spiel konnte man nicht nur den Ball entsorgen, es rochen auch das Hemd, die Hose und die Hände nach Heizöl.

 

Wie viele kommen denn noch ???

 

5. Das musste man sich eines Abends in der Kastellauner Sporthalle fragen. Der Spieltag startete um 19.30 Uhr mit der 1. Damenmannschaft und nach und nach fanden sich weitere Spieler ein: die 1. Herrenmannschaft mit Gegner die 3. Herrenmannschaft mit Gegner, soweit so gut. Doch plötzlich erschien die 2. Damenmannschaft mit Gegner und wollte auch noch ihr Spiel in dieser Halle bestreiten. Nun wurde es langsam eng und man überlegte lange, wie man die Platten am besten stellen könnte, um den vorhandenen Platz bestens zu nutzen. Als dann auch noch die Mannschaft aus Buch mit Gegner auftauchte war alles zu spät. Hatte doch jemand den Bucher Spielern die Halle als Ausweichmöglichkeit versprochen, da Ihre Räumlichkeiten im Moment renoviert wurden. Unsere Gegner und die der Bucher waren an diesem Abend sehr flexibel und wechselten die Spielstätte und somit das Heimrecht.

 

Ein Schuster im Dorf ist schon was wert…

 

6. dies bewies sich bei einem Heimspiel im Gemeindehaus Michelbach. Es ist schon etwas her, als man die Heimspiele im Michelbacher Gemeindehaus bestritt. Den Gegnern war nicht nur der kleine Saal, sondern auch der glatte Holzboden ein Kraus. Was den Holzboden betraf, so war das ein Problem mit dem wir auch nicht immer klar kamen. Aber einer unserer Spieler war von Beruf Schuster und griff eines Tages zur Geheimwaffe. Er brachte unter der Sohle einfach etwas Sandpapier an, welches von enormer Wirkung war. Was unser Bürgermeister zum verkratzen Boden sagte, ist nie so richtig rausgekommen.

 

Wie heißt das Spiel…???

 

7. Beim Spiel der Damenmannschaft in Simmern war einer unserer Spielerinnen scheinbar nicht klar, was „Doppel“ heißt. Ob es die Aufregung war, weil an den Nachbartischen die Simmerner 1.Herrenmannschaft trainierte, oder geistige Verwirrung, konnte nie so richtig geklärt werden. So kam es, dass eben diese Spielerin, nach dem Anschlag im Doppel die Plattenseite wechselte. Ihre Doppelpartnerin stand nun alleine auf einer Seite und der Gegner wunderte sich, war man ja nun zu dritt. Hatte die Spielerin wohl vergessen, dass es sich um ein Doppel handelte und nicht der, unter Bambinis sehr beliebte, Rundlauf? Sofort stand es 1:0 für den Gegner, der trotz einer anhaltenden Lachpause auf den Punkt bestanden hat.

 

Eine Anreise nach Bell besonderer Art

 

8. vollbrachten die sechs Spieler im Jahre 1953. Man hatte sich noch nicht offiziell am Spielbetrieb angemeldet, war aber doch schon in Sachen Tischtennis unterwegs. Ein Freundschaftsspiel in Bell stand an und man musste mit sechs Spielern, ohne Auto, dort hin.

Es blieb nur eine Lösung: die Spieler mussten auf zwei Mopeds verteilt werden. Gesagt getan. So startete man von Michelbach über den Gossberg gen Bell. Was jedoch niemand so richtig bedacht hatte, war die Steigung am Gossberg. So kam es, dass der Hintermann auf Moped NR. 1 über den Gepäckträger rutschte und kurze Zeit später komplett das Gefährt verließ.

 

Nach mehreren Stops auf Grund des Platzmangels schaffte man mit Mühe und viel Geduld doch die Anreise, aber auf eine ganz besondere Art und Weise.

 

Die plötzliche Spielwandlung

 

9. konnte man bei einem Spiel unserer Herren gegen Boppard verfolgen. Zu Beginn verlief noch alles in geordneten Bahnen, was sich aber während einer Doppelpaarung plötzlich ändern sollte. Man lag im Entscheidungssatz mit 20:14 zurück und hatte logischerweise auch wenig Hoffnung auf Erfolg, als plötzlich heftigste Wortgefechte und Diskussionen losbrachen. Der Grund dieser Aufregung kann heute niemand mehr so genau erklären. Eins weiß man aber noch sehr genau, dass diese Auseinandersetzung dazu führte, dass unsere Mannschaft ins Spiel zurück kam und einen Erfolg mit 22:20 davon trug.

 

Nur ein Auto

 

9. im ganzen Ort; so war das früher mal gewesen. Als dann ein Auswärtsspiel in Staudernheim auf dem Plan stand, konnte man sich glücklich schätzen diesen einen Wagen zu nutzen. Man reiste nach Staudernheim und musste leider feststellen, dass dort die Fastnachtssitzung in vollem Gange war und kein Tischtennisspiel statt fand. Wieder zu Hause angekommen fand man heraus, dass der Spielführer sich beim Spielplan lesen um eine Woche vertan hatte. Zur heutigen Zeit dank Kopierer, Internet und Zeitung undenkbar. So musste man eine Woche später dieses eine Auto zur kleinen Weltreise ein zweites mal in Anspruch nehmen.

 

KO geschlagen….

 

….wurde eine unserer Spielerinnen beim Einsatz gegen Pleizenhausen. Ja selbst im Tischtennissport ist das möglich. Im Doppel ging es schon sehr hitzig zu, und unsere Damen waren den Entscheidungssatz am Verlieren. In Wut geraten überraschte dann unsere defensivste Spielerin mit einem Schmetterball, und traf die Partnerin, die in keinster Weise mit einem solchen Einsatz gerechnet hatte, mit dem Schläger in die Rippen. Diese ging sofort zu Boden und das Spiel musste mehrere Minuten unterbrochen werden. Der Gegner war durch diese Unterbrechung völlig aus dem Spiel gekommen und so hatte man das Doppel, trotz diverser Luftnot, noch gewonnen.

Pressenachrichten

 

Spielerpässe und Urkunden