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1. Heimspiel oder Auswärtsspiel Das war an diesem Abend die Frage. Unsere Herrenmannschaft startete um ca. 18.15 Uhr in Michelbach zum Auswärtsspiel nach Laufersweiler. Dort angekommen fand man eine dunkle Halle und keinen einzigen Tischtennisspieler vor. Nach mehreren Telefonaten konnte man nur davon ausgehen, das Spiel musste in Kastellaun sein. Also begab man sich auf die Rückreise gen Kastellaun. In Höhe Blümlingshof gab es per Handy die Anweisung, die Mannschaft von Laufersweiler sei nach Hause unterwegs. Also drehte man postwendend um und begab sich zum 2. mal nach Laufersweiler. Wieder dort angekommen konnte ein Einheimischer Order geben, die Mannschaft wäre wieder nach Kastellaun unterwegs. Sofort setzte man sich wieder ins Auto und konnte inzwischen jemanden in der Kastellauner Sporthalle per Telefon erreichen und die Anweisung geben, die Mannschaft aus Laufersweiler auf jeden Fall in der Halle festzuhalten, man sei wieder Richtung Kastellaun unterwegs. Kaum zu Glauben aber wahr, dass Spiel konnte schließlich und endlich um 20.30 Uhr in Kastellaun beginnen.
2. Einsatz zu jeder Zeit... ... bewies unser Mannschaftsführer bei der Spielverlegung. Als er nach dem Training und ein paar Bier zu Hause angekommen war, lag eine Telefonnotiz vor mit dem Vermerk: „Spiel am Samstag abgesagt, bitte Rückruf wegen neuer Terminvereinbarung !“. Man musste aus Termingründen also schnell handeln, wollte man das Spiel doch auf keinen Fall nachverlegen. Der Mannschaftsführer waltete seines Amtes und begann den ersten Spieler sofort zu verständigen. Er stieß am Telefon auf dessen Frau und leichtes Unverständnis, ja sogar Ablehnung. Ob dies damit zu tun hatte, dass es so ca. 3.30 Uhr ( in der Nacht !! ) war ??? Nun war das Hauptproblem aber immer noch nicht gelöst und man musste einen neuen Lösungsweg einschlagen, also musste der Vereinspräsident auch noch ans Telefon, da eine Halle benötigt wurde. Dem Anrufbeantworter sei Dank, dieser rettete unserem Präsidenten die Nachtruhe.
3. Hatte man da nicht was vergessen... ... als unsere Damenmannschaft auf dem Weg zum Heimspiel nach Kastellaun startete??? Nein, was sollte schon fehlen, Spielerbögen waren da, Schläger hatte man auch eingepackt, Hallenschlüssel war auch da, Schuhe und Getränke ebenfalls vorhanden. Man war bereits ganz in Gedanken auf das bevorstehende Spiel. Doch plötzlich gab es kurz vor Alterkülz eine Vollbremsung. Na sicher hatte man was vergessen, nämlich eine Spielkameradin zu Hause abzuholen und nach Kastellaun mitzunehmen. Diese Begebenheit war kein Einzelfall, die Fahrerin schaffte es bis heute auf ganze 3 Wiederholungen.
4. Der Ball machte so manche Reinigungsphasen durch Als noch im Gemeindehaus in Michelbach die Heimspiele ausgetragen wurden, stand doch in einer Ecke des Saales ein netter kleiner Ofen, welcher mit Heizöl betrieben wurde. So klein er auch war, der Ball landete fast immer im unteren Schutzblech des Ofens, in dem sich immer ein paar Heizölreste ansammelten. Nach dem Spiel konnte man nicht nur den Ball entsorgen, es rochen auch das Hemd, die Hose und die Hände nach Heizöl.
5. Wie viele kommen denn noch ??? Das musste man sich eines Abends in der Kastellauner Sporthalle fragen. Der Spieltag startete um 19.30 Uhr mit der 1. Damenmannschaft und nach und nach fanden sich weitere Spieler ein: die 1. Herrenmannschaft mit Gegner die 3. Herrenmannschaft mit Gegner, soweit so gut. Doch plötzlich erschien die 2. Damenmannschaft mit Gegner und wollte auch noch ihr Spiel in dieser Halle bestreiten. Nun wurde es langsam eng und man überlegte lange, wie man die Platten am besten stellen könnte, um den vorhandenen Platz bestens zu nutzen. Als dann auch noch die Mannschaft aus Buch mit Gegner auftauchte war alles zu spät. Hatte doch jemand den Bucher Spielern die Halle als Ausweichmöglichkeit versprochen, da Ihre Räumlichkeiten im Moment renoviert wurden. Unsere Gegner und die der Bucher waren an diesem Abend sehr flexibel und wechselten die Spielstätte und somit das Heimrecht.
6. Ein Schuster im Dorf ist schon was wert... ... dies bewies sich bei einem Heimspiel im Gemeindehaus Michelbach. Es ist schon etwas her, als man die Heimspiele im Michelbacher Gemeindehaus bestritt. Den Gegnern war nicht nur der kleine Saal, sondern auch der glatte Holzboden ein Kraus. Was den Holzboden betraf, so war das ein Problem mit dem wir auch nicht immer klar kamen. Aber einer unserer Spieler war von Beruf Schuster und griff eines Tages zur Geheimwaffe. Er brachte unter der Sohle einfach etwas Sandpapier an, welches von enormer Wirkung war. Was unser Bürgermeister zum verkratzen Boden sagte, ist nie so richtig rausgekommen.
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7. Wie heißt das Spiel...??? Beim Spiel der Damenmannschaft in Simmern war einer unserer Spielerinnen scheinbar nicht klar, was „Doppel“ heißt. Ob es die Aufregung war, weil an den Nachbartischen die Simmerner 1.Herrenmannschaft trainierte, oder geistige Verwirrung, konnte nie so richtig geklärt werden. So kam es, dass eben diese Spielerin, nach dem Anschlag im Doppel die Plattenseite wechselte. Ihre Doppelpartnerin stand nun alleine auf einer Seite und der Gegner wunderte sich, war man ja nun zu dritt. Hatte die Spielerin wohl vergessen, dass es sich um ein Doppel handelte und nicht der, unter Bambinis sehr beliebte, Rundlauf? Sofort stand es 1:0 für den Gegner, der trotz einer anhaltenden Lachpause auf den Punkt bestanden hat.
8. Eine Anreise nach Bell besonderer Art... ... vollbrachten die sechs Spieler im Jahre 1953. Man hatte sich noch nicht offiziell am Spielbetrieb angemeldet, war aber doch schon in Sachen Tischtennis unterwegs. Ein Freundschaftsspiel in Bell stand an und man musste mit sechs Spielern, ohne Auto, dort hin. Es blieb nur eine Lösung: die Spieler mussten auf zwei Mopeds verteilt werden. Gesagt getan. So startete man von Michelbach über den Gossberg gen Bell. Was jedoch niemand so richtig bedacht hatte, war die Steigung am Gossberg. So kam es, dass der Hintermann auf Moped NR. 1 über den Gepäckträger rutschte und kurze Zeit später komplett das Gefährt verließ. Nach mehreren Stops auf Grund des Platzmangels schaffte man mit Mühe und viel Geduld doch die Anreise, aber auf eine ganz besondere Art und Weise.
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9. Die plötzliche Spielwandlung... ... konnte man bei einem Spiel unserer Herren gegen Boppard verfolgen. Zu Beginn verlief noch alles in geordneten Bahnen, was sich aber während einer Doppelpaarung plötzlich ändern sollte. Man lag im Entscheidungssatz mit 20:14 zurück und hatte logischerweise auch wenig Hoffnung auf Erfolg, als plötzlich heftigste Wortgefechte und Diskussionen losbrachen. Der Grund dieser Aufregung kann heute niemand mehr so genau erklären. Eins weiß man aber noch sehr genau, dass diese Auseinandersetzung dazu führte, dass unsere Mannschaft ins Spiel zurück kam und einen Erfolg mit 22:20 davon trug.
10 Nur ein Auto... ... im ganzen Ort; so war das früher mal gewesen. Als dann ein Auswärtsspiel in Staudernheim auf dem Plan stand, konnte man sich glücklich schätzen diesen einen Wagen zu nutzen. Man reiste nach Staudernheim und musste leider feststellen, dass dort die Fastnachtssitzung in vollem Gange war und kein Tischtennisspiel statt fand. Wieder zu Hause angekommen fand man heraus, dass der Spielführer sich beim Spielplan lesen um eine Woche vertan hatte. Zur heutigen Zeit dank Kopierer, Internet und Zeitung undenkbar. So musste man eine Woche später dieses eine Auto zur kleinen Weltreise ein zweites mal in Anspruch nehmen.
11. KO geschlagen... ... wurde eine unserer Spielerinnen beim Einsatz gegen Pleizenhausen. Ja selbst im Tischtennissport ist das möglich. Im Doppel ging es schon sehr hitzig zu, und unsere Damen waren den Entscheidungssatz am Verlieren. In Wut geraten überraschte dann unsere defensivste Spielerin mit einem Schmetterball, und traf die Partnerin, die in keinster Weise mit einem solchen Einsatz gerechnet hatte, mit dem Schläger in die Rippen. Diese ging sofort zu Boden und das Spiel musste mehrere Minuten unterbrochen werden. Der Gegner war durch diese Unterbrechung völlig aus dem Spiel gekommen und so hatte man das Doppel, trotz diverser Luftnot, noch gewonnen.
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